Aufgepasst! Wenn nach Renault/Nissan noch andere Hersteller in Richtung PBP-Idee unterwegs sind könnten die Skaleneffekte bereits so groß werden, dass ein BEV tatsächlich einen geringeren Total Cost of Ownership hat, wie ein herkömmliches Fahrzeug.
http://www.greencarcongress.com/2008/02/israel-prime-mi.html
Da Shai Agassi bereits auf der DLD in München im Januar 2008 angedeutet hat, dass er mit mehreren deutschen Autofirmen im Gespräch ist, kann man nur hoffen, dass er dort auf offene Ohren und Augen trifft.
Man kann für den Automobilstandort Deutschland nur hoffen, dass jetzt der Weg Richtung BEV, mit der klaren Roadmap von HEV über PHEV zu BEV mit austauschbaren Batterien einschlagen wird.
Es ist der einzige Weg den Wachstum der Automobilindustrie auf langefristig zu sichern. Verbesserungen am Benziner oder Diesel lassen im besten Fall heute noch 20-30% Verbrauchreduktionpotential zu, dann nähern wir uns aber unweigerlich dem thermodynamisch möglichem Wirkungsgrad dieser Maschinen. Die Autoindustrie wird an einem Technologiewechsel nicht vorbei kommen, die Frage ist, ob dieser nun endlich Proaktiv oder weiterhin mit zusammen gekniffen Zähnen erfolgt.
Die Zeichen, dass langsam auch bei der deutschen Autoindustrie ein Sinneswandel erfolgt, lassen hoffen.
Man sollte den Wandel immer als Chance nicht als Bedrohung begreifen. Der durch Ölabhängigkeit und Klimawandel notwendig gewordene Wandel bietet insbegeamt mehr Chancen für die Autoindustrie als er Risiken birgt.
Wichtig ist das Kundschaft und Politik den Wandel aktiv unterstützt, denn ohne diese wird er nicht statt finden können.
Was bringen umweltfreundliche Fahrzeuge, wenn sie politisch nicht wirklich gefördert werden und sie niemand kaufen will.
Die Initiative des VDA mit der Bundesregierung zum Thema Li-Ionen-Batterie für Fahrzeuge ist der richtige erste Schritt. Weitere noch weitaus grössere Schritte müssen aber nun schnell folgen.
Wir brauchen ein Art EEG für die Autoindustrie!