Was ist ein BEV oder ein PHEV? Und was ist um Himmels Willen V2G?

26 11 2007

Nachdem mehrere Fragen diesbezüglich eingegangen sind möchte ich diese Frage in möglichst einfachen Worten beantworten.BEV: Steht für Battery Electric Vehicle, zu Deutsch Elektrofahrzeug. Der Vorteil eines Elektrofahrzeugs liegt in seinem erstaunlich guten Tank-to-Wheel-Wirkungsgrad. Das bedeutet, dass ein Elektrofahrzeug die mitgeführte Energie sehr effizient nutzt. Der Wirkungsgrad liegt zwischen 75-90%, je nach Technologie. Im Vergleich zum konventionellen Fahrzeug mit einem Wirkungsgrad von etwa 20-25%, steht das BEV sehr gut da. Jedoch hat es natürlich auch seine Nachteile, die Batterien sind schwer und teuer. Grosse Reichweiten sind heute immer mit höheren Kosten für die Batterien verbunden. Die Frage ist, wie weit sich die Kosten für Hochleistungsakkusysteme (meist Li-Ion) senken lassen. Die Performance des Fahrzeugs leidet keineswegs bei einem BEV. Siehe Video: (Natürlich gilt weiterhin, dass die Fahrwiderstände mit höherer Geschwindigkeit steigen 🙂 )

 

Ein PHEV ist im Prinzip ein Hybrid mit größerer Batterie und der Möglichkeit die Batterie an einem Standard-Stromanschluss (oder speziellem Ladegerät) zu laden. Der Vorteil liegt im guten Tank-Wheel-Wirkungsgrads des elektischen Antriebstrangs. Die „Spritkosten“ betragen in elektrischen Betrieb nur ein drittel bis ein fünftel pro Kilometer. Erst wenn die Batterie lehr ist, geht der Benzin oder Dieselmotor an. (es gibt seh unterschiedliche Betriebsstrategien für PHEV, obiges ist nur eine exemplarische Darstellung) Der Vorteil ist, dass die Batterie nicht so groß sein muss, wie bei einem BEV und so die Kosten für die Batterie nicht so hoch sind.

V2G: ist die Nutzung der Batterien in BEV oder PHEV um damit z.B. Stromspitzen im Netz abzufangen. Würde eine grosse Anzahl an Fahtzeugen gesteuert ein wenig von der gespeicherten Energie ans Netz abgeben, könneten diese damit Geld von den Kraftwerksbetreibern bekommen. Die Rentabilität hängt stark von den Preisdifferenzen für Grundlast und Spitzenlast zusammen. Wenn Batterien lange Lebensdauer haben und günstig genug sind, könnte auch Wind und Solarstrom in ihnen gespeichert werden und später wieder gezielt abgegeben werden. Im Prinzip könnte man, wenn alle Fahrzeuge (PKW) in Deutschland BEV oder PHEV wären, den gesammten Energiebedarfs für ca. einen halben Tag einspeichern.

 Dies liegt aber wohl leider noch in ferner Zukunft.

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