Milliardenstrafen für europäische Autoindustrie

18 12 2007

Die Zeitung der Westen schreibt:
„Die Hersteller hatten im Jahr 1998 versprochen die Abgase bis zum Jahr 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu senken. Heute liegen sie weiter bei 160 Gramm. Hochgerechnet auf die Auto-Flotten müssten die Autobauer zwischen vier und 13 Milliarden Euro Strafen schultern.
Am 19. Dezember soll eine Entscheidung fallen. Zeitungsberichten zufolge könnte VW mit knapp drei Milliarden Kosten, Daimler mit 1,5 und BMW mit 1,4 Milliarden Euro belastet werden. Frankreichs Hersteller PSA müsse 1,3 Milliarden Euro und Renault eine knappe Milliarde Euro schultern, während der Kleinwagen-Spezialist Fiat mit 0,65 Milliarden Euro belastet würde.“

Das Gejammer der deutschen Autoindustrie ist für den einen oder anderen schon wirklich zu einer Qual geworden. Es ist nun seit Jahren klar das strengere Grenzwerte für CO2 eingeführt werden. Direkt oder indirekt und das fast Weltweit. Die USA verabschiedes den 35 MPG Stadart für 2020, die EU streitet sich noch, ob es nun 120, 130 oder 140 sein dürfen und ob die deutsche Autoindustrie mal wieder eine Sondergenehmigung bekommt.
Es ist an der Zeit, dass auch die deutschen Autokonzerne begreifen, dass Sie entweder in neue Technologien investieren können oder das Geld lieber in Form von Strafen an den Fiskus abgeben und zugleich die schlechte Presse kassieren.

Seit Jahren stapft die Autoindustrie mit einer unübertroffen Zielsicherheit immer wieder in die Fallen, welche durch öffentliche Diskussionen wie Klimaerwärmung, Waldsterben, Feinstaub, Katalysator, etc ausgelegt werden. Die Franzosen sind hier oft geschickter, sie gehen solche Themen aktiv an und können aus den öffentlichen Diskussionen meist als Sieger hervorgehen. Die Deutschen hingegen argumentieren erst monatelang dagegen , bis man es dann letzten Endes doch immer macht.

Wie oft soll den dieser Fehler denn noch gemacht werden? Prio. 1 auf den Agenda, sollte die Reduzierung des Kraftsoffbedarfs und der Einsatz neuer Technologien sein und nicht Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel. Natürlich hat die dt. Autoindustrie eine Sonderstatus, wegen der vornehmlichen Focusierung auf das Premiumsegment, doch gerade hier liessen sich Mehrkosten für ein Paar Hundert € besser an den Mann bringen, als im Kleinwagensegment.

Da aber die dt. Automanager etwas von ihrem Handwerk verstehen, sollten wir bald eine Reaktion auf diese Situation wahrnehmen. Welche auch immer?!?

Quelle:

Der Westen

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