Nanosolar – 1 GW pro Jahr aus einem Drucker

23 06 2008

Was bedeutet das in Zahlen. Im Moment werden pro Jahr in Deutschland etwa 1-2 GW an Solarleistung installiert. Allerdings trägt Solarstom bisher kaum 1% zum gesammten Stromprodution bei. Die Kraftwerksleistung aller Kraftwerke in Deutschland beträgt etwa 130 GW. Diese produzieren etwa 650 TWh (650.000 GWh= 650.000.000.000 kWh) an Energie im Jahr. Könnte man den Strom in ausreichenden Mengen speichern (V2G) oder über weite Strecken transportieren (HVDC), so würde man etwa 250-400 GW installierte Solarleistung brauchen, um den gesammten Strombedarf decken zu können.

Da ein Drucker von Nanosolar, beinahe so viele Produktionskapazität hat, wie alle konventionellen Werke für Photovoltaik in Deutschland derzeit zusammen, handelt es sich bei diesem Verfahren um eine echte Revolution.

Ein Drucker kostet nicht etwa 10 Mrd Dollar, sondern gerade einmal 1,6 Mio. $.

Es ist sowas wie ein Maschine die jedes Jahr ein sauberes Atomkraftwerk auf Alufolie druckt.

(Ein AKW liegt im Bereich von Mrd. Investkosten und mehr)

Würde man Tausend solcher Maschinen 10 Jahre lang Solarzellen produzieren lassen, so könnte man auf der Erde eine „Peak-Leistung“ von 10.000 GW installieren (Alle Kraftwerke in den USA zusammen  heute ca. 700 GW).

Die Investionskosten für die Anlagen würden sich somit nur auf 1,6 Mrd $ belaufen. Die Menschheit hätte eine Maschinen, die die Solarzellen produzieren kann, welche es uns erlauben würde in 10 Jahren den gesamten Planeten auf Solarstrom umzustellen zu könnte.

Im Prinzip braucht man nur 1000 dieser Maschinen, Silizium (Sand) und Alufolie.

Da es sich um Dünnschichtzellen handelt, benötigen sie im Vergleich zu herkömmlichen Zellen aus Waferplatten nur einen Bruchteil an Silizium. Die Kosten für Rohstoffe sollte sich also auch in Grenzen halten.

Wahrscheinlich ist die Glasscheibe noch das teuerste, wenn es dann um das ganze Modul geht. 🙂


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One response

1 02 2009
Nano-Solarzellen – die Grüne Energieversorgung? « Philosophenstübchen-Blog

[…] In einer Minute werden so 30 m Solarzellen gedruckt.(Quelle) Während Anlagen für normale CIGS-Dünnschichtzellen ca. 55 Millionen Euro kosten und von den Ausgangsmaterialien nur 30-80 % genutzt werden, kostet dieser Solarzellendrucker nur 12 Millionen Euro und nutzt 100 Prozent des Materials. Die Herstellungskosten sollen insgesamt nur ein Fünftel der herkömmlichen Kosten betragen. Als erreichter Wirkungsgrad werden 14 % angegeben.(Quelle) Auch die energetische Amortisationszeit sinkt auf ca. 2 Monate. Insgesamt wird eingeschätzt (Quelle): […]

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