Tanken teuerer als die Abnutzung des Autos?!

8 03 2008

Derzeit werden zwischen 65 und 75 Mio. Fahrzeuge (je nachdem welche Fahrzeuge „noch“ mitgezählt werden) weltweit pro Jahr verkauft.

Benzin und Diesel an der Zapfzäule kostet die Autofahrer heute weltweit ca. 1,5 Billionen (1500 Mrd. $) pro Jahr. Setzt man einen durchschnittlichen Preis von ca. 20.000 $ pro Fahrzeug an, so wird bereits heute weltweit mehr Geld ausgegeben um Autos zu betanken, als Autos zu kaufen, also herzustellen.

Könnte man die Kostenfaktor „Betrieb des Fahrzeugs“ auf 20% reduzieren (z.B. mit Elektro- auch Plugin-Hybrid-Fahrzeugen) und den Umsatz, der heute mit Treibstoffen gemacht wird für die Autoindustrie internalisieren, so könnte diese um 80% (Umsatzbezogen) wachen, ohne ein Fahrzeug mehr zu verkaufen.

Wenn die richtigen Fianzierungsmodelle eingesetzt werden, merkt der Kunde den Unterschied kaum und die Autoindustrie wird wieder zur echten Wachstumsindustrie.

Was sich viele nicht klar machen ist, dass erst die nachhaltige Mobilität einen globalen Markt für Fahrzeuge überhaupt möglich macht. Wenn jeder Erdenbüger heute alle 10 Jahre ein neues Auto kaufen würde, würde sich der Umsatz der Autoindustrie fast verzehnfachen, denn dann würden jährlich mehr als 600 Mio. Fahrzeuge benötigt.

Das dies nicht mit Benzin oder Diesel zu bewerkstelligen ist, dürfte jedem schnell klar sein.

Sollter der gordische Knoten für nachhaltige Mobilität platzen, so darf sich die Autoindustrie (zumindest jene, die diese Entwicklung nicht verschlafen) auf eine tolle Zeit freuen.





Emissionen in der EU zwischen 1990 und 2005 um 7,9% gefallen

24 02 2008

Im Gleichen Zeitraum sind die Emissionen im Transportsektor um 25,6% gestiegen!

Im Marine und Flugverkehr ist der Anstieg mit über 60% noch weitaus drastischer!

http://www.greencarcongress.com/2008/02/total-ghg-emiss.html#more





Milliardenstrafen für europäische Autoindustrie

18 12 2007

Die Zeitung der Westen schreibt:
„Die Hersteller hatten im Jahr 1998 versprochen die Abgase bis zum Jahr 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu senken. Heute liegen sie weiter bei 160 Gramm. Hochgerechnet auf die Auto-Flotten müssten die Autobauer zwischen vier und 13 Milliarden Euro Strafen schultern.
Am 19. Dezember soll eine Entscheidung fallen. Zeitungsberichten zufolge könnte VW mit knapp drei Milliarden Kosten, Daimler mit 1,5 und BMW mit 1,4 Milliarden Euro belastet werden. Frankreichs Hersteller PSA müsse 1,3 Milliarden Euro und Renault eine knappe Milliarde Euro schultern, während der Kleinwagen-Spezialist Fiat mit 0,65 Milliarden Euro belastet würde.“

Das Gejammer der deutschen Autoindustrie ist für den einen oder anderen schon wirklich zu einer Qual geworden. Es ist nun seit Jahren klar das strengere Grenzwerte für CO2 eingeführt werden. Direkt oder indirekt und das fast Weltweit. Die USA verabschiedes den 35 MPG Stadart für 2020, die EU streitet sich noch, ob es nun 120, 130 oder 140 sein dürfen und ob die deutsche Autoindustrie mal wieder eine Sondergenehmigung bekommt.
Es ist an der Zeit, dass auch die deutschen Autokonzerne begreifen, dass Sie entweder in neue Technologien investieren können oder das Geld lieber in Form von Strafen an den Fiskus abgeben und zugleich die schlechte Presse kassieren.

Seit Jahren stapft die Autoindustrie mit einer unübertroffen Zielsicherheit immer wieder in die Fallen, welche durch öffentliche Diskussionen wie Klimaerwärmung, Waldsterben, Feinstaub, Katalysator, etc ausgelegt werden. Die Franzosen sind hier oft geschickter, sie gehen solche Themen aktiv an und können aus den öffentlichen Diskussionen meist als Sieger hervorgehen. Die Deutschen hingegen argumentieren erst monatelang dagegen , bis man es dann letzten Endes doch immer macht.

Wie oft soll den dieser Fehler denn noch gemacht werden? Prio. 1 auf den Agenda, sollte die Reduzierung des Kraftsoffbedarfs und der Einsatz neuer Technologien sein und nicht Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel. Natürlich hat die dt. Autoindustrie eine Sonderstatus, wegen der vornehmlichen Focusierung auf das Premiumsegment, doch gerade hier liessen sich Mehrkosten für ein Paar Hundert € besser an den Mann bringen, als im Kleinwagensegment.

Da aber die dt. Automanager etwas von ihrem Handwerk verstehen, sollten wir bald eine Reaktion auf diese Situation wahrnehmen. Welche auch immer?!?

Quelle:

Der Westen