Kommentar zu Tesla Motors

18 12 2007

Der schrittweise Rauswurf des Gründers Martin Eberhard, die Getriebeprobleme und der übermäßig auswendig konstruierte Akku scheinen Vorboten eines baldigen Endes von Tesla Motors zu sein!? Zumindest wenn man so manchem Journalisten glauben schenken soll.
Dass eine Serienentwicklung eines Fahrzeugs kein Spaziergang ist und dass bei Dauerläufen im Nachhinein oft unvorhergesehen Probleme auftreten, dies dürfte nun auch Tesla zu spüren bekommen haben. Wenn man bedenkt, welchen Aufwand OEMs treiben um ein Fahrzeug serienreif zu entwickeln, so kann man nur mit Respekt auf das blicken, was Tesla als absoluter Neuling in der Automobilbranche geschaffen hat.
Der Rauswurf des Gründers Martin Eberhard mag nach Untergangstimmung aussehen, jedoch hatte selbst Steve Jobs damals mit Apple das gleiche Schicksal ereilt. Es ist nicht sehr ungewöhnlich, dass die Erwartungen der Investoren einfach zu optimistisch sind und diese die Komplexität solcher Produktentwicklungen unterschätzen und dann die Gründer für Verzögerungen verantwortlich machen.
Die wirkliche Gefahr für Tesla Motors ist, dass Sie mit Martin Eberhard einen Visionär und auch eine Galionsfigur verloren haben. Martins spitze Bemerkungen gegenüber Beamten und Politern des Kongresses oder der CARB haben ihm bei vielen Fans von Tesla Motors große Bewunderung eingebracht. Ob Ze’ev der neue CEO diese Rolle Martins ersetzen kann und will, bleibt abzuwarten.
Die Getriebeprobleme machen deutlich, dass zu spät an klassische automotive Problemstellungen gedacht wurde. z.B. wie schalte ich ein Getriebe und Last ohne Zugkraftunterbrechung. Planetengetriebe, CVT, Doppelkupplungsgetriebe, etc. ermöglichen dies. Tesla hatte Probleme mit seinem Getriebe und hat mehrmals den Hersteller gewechselt. Meine Vermutung ist, dass man sich zu Beginn zu wenig Gedanken über mögliche Getriebevarianten gemacht hat, sondern die einfachste und billigste Möglichkeit realisiert hat. Persönlich würde ich dies unter Erfahrungen verbuchen und ich denke, dass Tesla Motors nicht noch einmal solche Fehler  begehen wird.
Die Batterie scheint mit 6831 Zellen auch 6831 mögliche Fehlerquellen zu haben. Dies ist prinzipiell richtig. Tesla hat sich für kleine Consumerzellen entschieden um die Skaleneffekte der Massenproduktion zu nutzen, da großformatige Zellen, wegen der kleinen Stückzahlen noch immer sehr teuer sind. Meine Vermutung legt nahe, dass Telsa sobald billiger großformatige Zellen verfügbar sind, auf diese Umsteigen wird.
Tesla Motors scheint derzeit viele Probleme zu haben, doch sterben wird Tesla Motors erst wenn Leute wie Elon Musk ihre Beteilung beenden.
Tesla wird noch viel lernen müssen, dennoch muss man ohne Neid anerkennen, dass sie Erstaunliches geleistet haben und garantiert nicht so schnell aufgeben werden.

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Mehr zu Martin Eberhards Rücktritt bei Tesla Motors

5 12 2007

Auf Autobloggreen und Greenwombat findet ihr mehr Infos zum Rausschmiss des Tesla Motors Gründers Martin Eberhard.

http://greenwombat.blogs.fortune.cnn.com/2007/12/04/tesla-motors-founder-ousted/

 http://www.autobloggreen.com/2007/12/04/more-on-martin-eberhards-departure-from-tesla-motors/





Martin Eberhard verlässt Tesla Motors

3 12 2007

Der Gründer von Tesla Motors, Martin Eberhard hat nach etwa 4 Jahren das Unternehmen verlassen. So wie es aussieht gab es Überwürfnisse mit den Investoren, wegen der wiederholten Verzögerungen. Martin Eberhard war der Visionär und hat Tesla Motors nun bis kurz vor Serienreife des Fahrzeugs Tesla Roadster begleitet.

Man kann nur hoffen, dass Tesla seiner Vision treu bleibt und Martin bald eine neue Vision entwickelt.

An dieser Stelle kann man Martin Eberhard nur alles gute Wünschen und ihm für sein Engagement für BEVs danken. Ohne Ihn würden wohl heute weit aus weniger Firmen BEVs planen und sich weitaus weniger Menschen über Elektrofahrzeuge informieren.

http://www.autoblog.com/2007/12/02/tesla-motors-founder-martin-eberhard-fired/

http://www.teslamotorsclub.com/showthread.php?t=756&page=2